NTS schafft mehr Nähe vor Ort
NTS baut seine Präsenz in den USA weiter aus. Was mit ersten Kundeneinsätzen vor Ort begonnen hat, wird nun zum nächsten Schritt in der internationalen Entwicklung des Unternehmens. Im Interview sprechen Thomas Hausegger, Managing Director Österreich, Michael Russ, Design & Implementation Director, Vildan Catic, Country Sales Manager USA, und Ali Bagci, Manager Network Solutions, darüber, warum der US-Markt für NTS relevanter wird, was Präsenz vor Ort verändert und welche Erfahrungen bereits gesammelt wurden.
NTS beschäftigt sich schon länger mit dem Gedanken, in den USA stärker präsent zu sein. Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür?
Thomas Hausegger: Wir haben schon vor einiger Zeit erste Mitarbeitende in die USA geschickt, weil Kunden dort Standorte aufgebaut haben. Inzwischen hat sich die Situation weiterentwickelt und dem passen wir uns an. Immer mehr europäische Unternehmen erweitern ihre Präsenz in den USA oder verlagern Teile ihrer Wertschöpfung dorthin.
Für uns bedeutet das: Wenn unsere Kunden vor Ort wachsen, müssen wir sie begleiten können. Die Idee eines Country Sales Managers in den USA war schon länger da, jetzt setzen wir sie konkreter um.
“Wenn unsere Kunden vor Ort wachsen, müssen wir sie begleiten können.”
Thomas Hausegger Managing Director ÖsterreichWelche Chancen eröffnet die Expansion langfristig für NTS?
Thomas Hausegger: Produktion, Forschung und Entwicklung werden internationaler. Wenn wir Kunden langfristig begleiten wollen, müssen wir dort präsent sein, wo relevante Standorte entstehen. Die USA sind dabei ein wichtiger Schritt. Langfristig geht es darum, Kunden technisch und organisatorisch auch über Europa hinaus gut unterstützen zu können.
Warum reicht es nicht aus, Kunden aus Europa heraus zu betreuen?
Thomas Hausegger: In vielen Unternehmen sind die amerikanischen Tochtergesellschaften wichtige Wachstumstreiber. Dort sitzen lokale Geschäftsführungen, IT-Leitungen und technische Teams, die direkt betreut werden müssen. Eine Zeitverschiebung von sechs bis zwölf Stunden macht Zusammenarbeit schwieriger. Auch für Termine und Projekte ist es sinnvoller, Ansprechpartner in der passenden Zeitzone zu haben. Es geht darum, schneller reagieren zu können, den lokalen Markt besser zu verstehen und näher an den Menschen zu sein, mit denen wir täglich arbeiten.
“Es geht darum, Kunden technisch und organisatorisch auch über Europa hinaus gut zu unterstützen.”
Thomas Hausegger Managing Director ÖsterreichVildan, du wirst als Country Sales Manager in die USA gehen. Wie kam es dazu und wie wird deine Rolle vor Ort aussehen?
Vildan Catic: Der Wunsch, in die USA zu gehen, ist bei mir persönlich entstanden. Ich habe das zuerst privat mit meiner Frau besprochen und bin dann damit ins Unternehmen gegangen. Daraus hat sich Schritt für Schritt ein konkreter Plan entwickelt.
Meine Aufgabe vor Ort wird sein, NTS in den USA sichtbarer zu machen, Beziehungen aufzubauen und bestehende Kunden, lokale Teams sowie Partner wie Cisco besser zusammenzubringen. Viele Kunden kennen NTS bereits aus Europa, aber in den USA müssen diese Beziehungen weiter wachsen. Als ersten Standort haben wir uns für Raleigh, die Hauptstadt von North Carolina entschieden.
Die Stadt liegt im stark wachsenden Research Triangle, bietet gute Rahmenbedingungen und ist durch die Nähe zu mehreren Kunden und lokalen Partnern beruflich wie privat spannend.
Wie zeigt sich in der Praxis, welche Rolle persönliche Nähe in der Zusammenarbeit mit Kunden vor Ort spielt?
Ali Bagci: Ich bin Ende 2019 für NTS in die USA gezogen, zuerst nach Los Angeles und später im Zuge des Red Bull Projekts nach Phoenix. Wenn man vor Ort ist, wird man anders eingebunden. Man ist nicht nur per Video dabei, sondern Teil der täglichen Zusammenarbeit.
Gerade beim Kunden entsteht Vertrauen über gemeinsame Termine und direkte Abstimmungen, aber auch Gespräche in der Mittagspause oder After Work Drinks. Das lässt sich aus der Distanz nur schwer ersetzen.
Michael Russ: Auch technisch hat es viele Vorteile. Durch lokale Ressourcen reduzieren wir Reisezeiten und schaffen bessere Erreichbarkeit. Kunden treffen viele technische Entscheidungen vor Ort. Sie brauchen Ansprechpartner, die den lokalen Kontext verstehen und gleichzeitig mit den Teams in Europa verbunden sind, so können wir Projekte besser begleiten.
Welche Leistungen kann NTS in den USA anbieten?
Michael Russ: Der Fokus liegt zunächst auf Themen, die wir auch in Europa stark abdecken, also Netzwerk, Security, Data Center, Platform und Collaboration und Services rund um den Betrieb. Spezialthemen können weiterhin aus Österreich, Deutschland oder anderen NTS Standorten koordiniert und unterstützt werden. Wir wollen unsere unterschiedlichen Stärken auf einander abstimmen, damit jeder Kunde ideal betreut werden kann.
Wichtig ist, dass die USA kein isolierter Standort werden. Der Mehrwert entsteht durch die Kombination aus lokaler Betreuung und dem Know-how der gesamten NTS Gruppe.
“Der Mehrwert entsteht durch die Kombination aus lokaler Betreuung und dem Know-how der gesamten NTS Gruppe.”
Michael Russ Design & Implementation DirectorAli, wie funktioniert die Zusammenarbeit über Zeitzonen und Kulturen hinweg?
Ali Bagci: Am Anfang war das schon eine ziemliche Umstellung für uns. In den USA muss vieles schneller passieren, und diesen Rhythmus musste ich erst an die Teams in Europa weitergeben. Mit der Zeit haben wir gelernt, wie die Kommunikation am besten funktioniert. Manchmal starte ich früher in den Tag, manchmal bleiben Kolleg:innen in Europa länger verfügbar. Das braucht Flexibilität und Geduld auf beiden Seiten, funktioniert aber inzwischen sehr gut.
Welche Arbeitsweisen von NTS sollen in die USA mitgenommen werden?
Ali Bagci: Also unser “NTS Spirit” ist am Anfang erklärungsbedürftig, weil er aus unserer Kultur kommt. Aber die Menschen in den USA sind sehr offen für neue Arbeitsweisen. Gerade lokale Kolleg:innen haben diesen Teil unserer Unternehmenskultur gut aufgenommen.
Vildan Catic: Ich glaube, dass unsere unkomplizierte Art wichtig ist. Bei NTS geht es oft darum, zuerst eine Lösung zu finden und die formalen Themen danach sauber zu klären. Diese Haltung möchte ich mitnehmen. Auch „Relax, We Care“ ist für mich weniger ein Slogan, sondern eine Haltung. Es geht darum, dass Kunden merken: Da ist jemand, der sich kümmert. Herausforderungen wird es immer geben. Entscheidend ist, wie man damit umgeht. In den USA wollen Kunden zuerst sehen, dass man liefert. Wenn Vertrauen da ist, passt der Gedanke sehr gut.
“Relax, We Care: Das ist für mich weniger ein Slogan, sondern eine Haltung.”
Vildan Catic Country Sales Manager USAWas bedeutet die Expansion für Mitarbeitende von NTS?
Thomas Hausegger: Sie eröffnet neue Möglichkeiten. Ali und Vildan sind gute Beispiele dafür, dass internationale Entwicklung auch individuelle Chancen schaffen kann. Für Mitarbeitende können künftig neue Perspektiven entstehen, etwa durch internationale Projekte oder zeitweise Einsätze im Ausland.
Für NTS ist es wichtig, solche Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten und gleichzeitig nah an den Kunden zu bleiben, die selbst internationaler werden.
Michael Russ: Auch für technische Mitarbeitende könnte das sehr spannend sein. Wenn wir in den USA wachsen, braucht es Menschen, die fachlich stark sind und gleichzeitig unsere Arbeitsweise kennen. Gerade am Anfang ist diese Verbindung wichtig.
Wenn ihr an die nächsten zwei bis drei Jahre denkt: Was wäre ein Erfolg?
Thomas Hausegger: Ein Erfolg wäre, wenn das relevante lokale Business in den USA sauber über unsere lokale Präsenz läuft und wir dort wirtschaftlich eigenständig planen können. Gleichzeitig muss die Verbindung zu Europa und der NTS Gruppe stark bleiben.
Michael Russ: Für mich wäre wichtig, dass wir in der Zeit eine funktionierende Vertriebsstruktur, ein wachsendes technisches Team und eine gute Zusammenarbeit mit Europa aufgebaut haben.
Vildan Catic: Ich würde mir wünschen, dass die Kooperation und die Kommunikation zwischen den USA und unseren europäischen Standorten wie selbstverständlich funktioniert. Wenn Kunden wissen, wen sie ansprechen können, und wenn Abläufe nicht mehr neu oder kompliziert wirken. Am Anfang muss vieles ausprobiert und angepasst werden. Das Ziel ist, dass es so bald wie möglich natürlich funktioniert.
NTS NORTH AMERICA CORPORATION
- Standorte: Los Angeles, Phoenix, New Jersey, Raleigh
- Industrien: Gesundheitswesen, Energie, Arzneimittel, Automobilindustrie, Lebensmittel, Verteidigung
- World Class Engineering: 24/7 on-site und remote, 46 CCIs
- Exceptional Technical Talents: 218 Design & Implementation, 225 Operations Center, 50 Security Operations Center
- Technologien: Security, Collaboration, Network, Data Center & Platform
- Strategic Partner: Cisco, NetApp, splunk, Dell Technologies, Palo Alto Networks, Fortinet
- Customer Selection: Red Bull, GKN, AT&S, Knapp, Sappi, Andritz, Porsche Informatik, Egger, Hilti, Magna, Blum, Med-El, Mondi
- Mehr dazu finden Sie hier: www.nts.us